5. Bundestreffen des BAK Shalom, Zensurversuche des BSpR, Nahostdebatte im Jugendverband - Zusammenfassung

Neben einem allgemeinen Bericht über das letzten Treffen des BAK Shalom vom 11. bis 13. Juli in Essen [link] und einem persönlichen Bericht über das gesamte sog. BAK-WE (Treffen aller Bundesarbeitskreise, organisiert vom Bundesvorstand (BSpR) der Jugend) [link], möchte ich an dieser Stelle auf die weiteren Beschlüsse, Stellungnahmen und inhaltlichen Positionierungen, von bzw. über den BAK-Shalom, aufmerksam machen:

Mai 2007 | “Hamas heißt Krieg - Warum es mit einer antisemitischen Terrororganisation keinen Frieden geben kann”

Juni 2007 | “Distanzierung des Bundesarbeitskreises Shalom vom Beschluss des Bundessprecher_innen- und Länderrates zum Thema Nahost”

Juni 2007 | “Ein Plädoyer für den Pluralismus – ein Plädoyer für die Prinzipien unseres Jugendverbandes”

Juni 2007 | “BAK Shalom wehrt sich gegen Zensurversuche und undemokratische Beschlüsse durch den BSpR”

Juni 2007 | “Solidarität mit dem BAK Shalom” - Solidaritätserklärung vom AKuBiZ aus Pirna.

Juni 2007 | “Gegen Ausgrenzung – Für einen demokratischen Jugendverband!” - Solidaritätserklärung des Landesverbandes Hamburg der Linksjugend ['solid]

Juni 2007 | “Niemand ist vergessen. – Zweiter Jahrestag der Entführung Gilad Shalits in den Gazastreifen”

Juli 2007 |”Ihr seid nicht vergessen. – Zweiter Jahrestag der Entführung Ehud Goldwassers und Eldad Regevs in den Süd-Libanon”

5. Bundestreffen des BAK Shalom - Auswertung

Das letzte Bundestreffen des BAK Shalom (11. bis 13. Juli in Essen) hatte, sagen wir mal, seine Höhen und Tiefen:

Bericht vom 5. Bundestreffen des BAK Shalom

Vom 11. - 13. Juli traf sich zum fünften mal der Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom der Linksjugend [’solid] in Essen.

Trotz des ungünstigen Tagungsortes und der Tatsache, dass nur noch zentrale Wochenenden für alle BAKs durch den BundessprecherInnenrat (BSpR) gefördert werden, bei denen die einzelnen BAKs keinen Einfluss auf die Organisation haben, war das Wochenende für den BAK Shalom sehr produktiv. Wir konnten unsere zukünftigen Veranstaltungen und Aufgaben koordinieren und abstimmen. Am Samstagabend organisierten wir für alle eine Party, (nicht nur) mit israelischer Musik, um auch einen kulturellen Beitrag zum BAK-Wochenende des Jugendverbandes zu leisten.

Leider verblieb auch dieses BAK-Wochenende nicht ohne Denunziation unseres Arbeitskreises seitens mancher Akteur_innen des Bundesjugendverbandes. Inhaltliche Auseinandersetzungen wurden nicht gesucht. Stattdessen beweist die Nacht von Samstag auf Sonntag, dass von unseren Gegner_innen andere Wege des Umgangs gewählt wurden: In unserem Tagungsraum verschwanden nicht nur die von uns ausgelegte BAK-Shalom-Folder (cirka 600 Stück) und Infomaterialien von befreundeten Organisationen. Selbst private Unterlagen wurden durchsucht, entfernt oder zerrissen. Das ist nicht der erste Vorfall dieser Art und aus diesem Grund auch kein Zufall, dass es den BAK Shalom traf. Es wurde im darauf folgendem Plenum der Übergriff auf uns thematisiert. Aber ein Höchstmaß an Zumutung kristallisierte sich im Redebeitrag von Max Steiniger (Bundessprecher von Linksjugend [’solid] und Marx21-Mitglied) heraus in dem er meinte, dass eine kleine Israelfahne (die im Partyraum als Dekoration angebracht war) im Jugendverband nichts zu suchen hätte, da diese „die Unterdrückung und den Mord an hunderttausenden Menschen“ symbolisiere. Er kündigte unumwunden an, zum kommenden BAK Wochenende ein Transparent mit der Aufschrift „Intifada bis zum Sieg“ mitzubringen

Ausführlichen Bericht von Dominik Düber (Mitglied des BAK Shalom):

Erinnerungen an eine neue Erfahrung – Das 3. BAK-Wochenende der Linksjugend [’solid]

Wenig Abhilfe schaffte dann auch ein einberufenes Plenum, in der nach der Schilderung des Sachverhaltes dieser nicht geklärt werden konnte oder sollte. Ein Genosse, nennen wir ihn Max 21, begründete, nach einem Lippenbekenntnis, dass Klauen nicht so nett ist, in ausführlicher Rede, künftig ergänzend zu unserer Israel-Fahne ein Banner „Intifada bis zum Sieg“ aufhängen zu wollen. Der in wohlbegründeter Wortwahl vorgetragene Einwand eines Hamburger Genossen, auf historische Kontinuitäten im Wunsch der Judenvernichtung hinzuweisen, kam bei seinem Adressaten jedoch nicht an.

RischRusch – Club Tel Aviv beim BAK-Wochenende in Essen

via

Ein Ticket bitte Genosse!

Im Saarbrücken sind 150 von 300 Mitarbeitern der städtischen “Saarbahn” in die LINKE eingetreten.

Glückwunsch!

Presse dazu:

“Busfahrer treten in Scharen der Linken bei” | Saarbrücker Zeitung | 03.07.08

“Linksverkehr in Saarbrücken” | FTD | 03.07.08

“Großer Zulauf von Saarbrücker Busfahrern bei der Linken” | Focus | 02.07.08

Update | 03.07. | 17:00 Uhr: Wie ich gerade hörte sind es jetzt bereits 220 neue Genossinnen und Genossen!