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	<title>Kommentare zu: Chavez und die iranische Diktatur</title>
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	<description>Milch &#38; Honig</description>
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		<title>Von: Mao21</title>
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		<dc:creator>Mao21</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 01 Sep 2008 17:55:04 +0000</pubDate>
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		<description>Och, du musst noch viel lernen. Außenpolitik ist eben nicht wie Sandkasten, wo einer böse ist, einer gut und der Gute nicht mit dem Bösen spielen darf, weil er sonst auch böse wird. Bring doch mal was Substantielles über regionale Integrationsbestrebungen, denk mal über die Abhängigkeit einer ehemaligen Kolonie mit langer Diktatur- und Korruptionstradition nach. Ein Land dieser Art ist eben nicht Deutschland oder ein anderes entwickeltes Industrie- und Dienstleistungsland, sondern ein Land wie Venezuela mit einer recht einseitigen Wirtschaft (zur Nachhilfe: Kolonien mussten der Kolonialmacht Rohstoffe liefern und waren damit vollständig abhängig, da sie selbst keine Produktion entwickeln konnten.) Ein Land wie Venezuela, das sich gerade vom Tropf der USA emanzipiert hat, benötigt eben andere Verbindungen um zu überleben. Vergleiche auch Kuba nach der Revolution, das sich zwangsweise in die Hände der Sowjetunion gab, da die Zuckerkäufe zu überhöhten Preisen durch die USA ausblieben. Venezuela braucht nunmal Partner, die Moral bleibt da leider auf der Strecke, zumal man sich ausmalen kann, dass die Empfindlichkeit gegenüber dem mittlerweile eliminatorischen Antisemitismus des iranischen Präsidenten in Südamerika deutlich niedriger entwickelt ist als in Europa. Dass Chávez mit der jüdischen Gemeinde in Venezuela klarkommt ist daher nur für diejenigen überraschend, deren Weltbild ziemlich schlicht und eindimensional ist.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Och, du musst noch viel lernen. Außenpolitik ist eben nicht wie Sandkasten, wo einer böse ist, einer gut und der Gute nicht mit dem Bösen spielen darf, weil er sonst auch böse wird. Bring doch mal was Substantielles über regionale Integrationsbestrebungen, denk mal über die Abhängigkeit einer ehemaligen Kolonie mit langer Diktatur- und Korruptionstradition nach. Ein Land dieser Art ist eben nicht Deutschland oder ein anderes entwickeltes Industrie- und Dienstleistungsland, sondern ein Land wie Venezuela mit einer recht einseitigen Wirtschaft (zur Nachhilfe: Kolonien mussten der Kolonialmacht Rohstoffe liefern und waren damit vollständig abhängig, da sie selbst keine Produktion entwickeln konnten.) Ein Land wie Venezuela, das sich gerade vom Tropf der USA emanzipiert hat, benötigt eben andere Verbindungen um zu überleben. Vergleiche auch Kuba nach der Revolution, das sich zwangsweise in die Hände der Sowjetunion gab, da die Zuckerkäufe zu überhöhten Preisen durch die USA ausblieben. Venezuela braucht nunmal Partner, die Moral bleibt da leider auf der Strecke, zumal man sich ausmalen kann, dass die Empfindlichkeit gegenüber dem mittlerweile eliminatorischen Antisemitismus des iranischen Präsidenten in Südamerika deutlich niedriger entwickelt ist als in Europa. Dass Chávez mit der jüdischen Gemeinde in Venezuela klarkommt ist daher nur für diejenigen überraschend, deren Weltbild ziemlich schlicht und eindimensional ist.</p>
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