RLS-Ferienakademie unter Druck

Auch zur diesjährigen Ferienakademie der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) sind wieder alle Arbeitskreise der Stiftung und deren StipentiatInnen aufgerufen sich einzubringen und Veranstaltungen durchzuführen.

Wie jedes Jahr bietet auch der AK Antisemitismus verschiedene Veranstaltungen an. Die “Zeitung” “junge Welt” ließ das natürlich nicht unkommentiert und veröffentlichte am 10. Juni ein für die “junge Welt” typischen Hetzartikel. [Link]

Kurz darauf veröffentlichte der AK Antisemitismus eine Stellungnahme, um auf die Vorwürfe der “jungen Welt” sowie innerhalb der RLS-Stipentiaten-Community einzugehen um damit die offensichtlich bestehenden Vorurteile abzubauen. [Link]

Leider hielt das den AK Rechtspolitik und Menschenrechte und den AK Internationalismus der RLS wiederum nicht davon ab, mit “aller Härte” zu reagieren und mal so richtig “Tacheles” zu reden. Dieser Aufruf wurde natürlich auch noch am selben Tag von der “Zeitung” “junge Welt” abgedruckt. [Link]

Damit aber noch nicht genug, sahen sich die Bundestagsabgeordneten Norman Paech, Monika Knoche, Wolfgang Ghercke sowie Hüseyin Aydin dazu gezwungen, sich in die Angelegenheit einzumischen und ebenso noch einmal kräftig ins Horn im Kampf gegen die sog. Antideutschen zu blasen. [Link] Zwar versuchte der AK Ferienakademie, das RLS-Studienwerk sowie der Geschäftsführer der RLS Florian Weis noch konstruktiv auf die Debatte einzuwirken – dies führte aber durch die anhaltende und weitere Attackierung der Referenten zu keinem konstruktiven Ergebnis.

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Weder in der Stellungnahme des AK Internationales, Menschenrechte und Internationales noch in der “jW-Wortmeldung” von Paech und Co. wurden die aufgestellten Behauptungen unterlegt oder nachgewiesen. Ganz im Gegenteil – so wurde in der Stellungnahme des AK sogar explizit darauf hingewiesen, dass man sich zu Eigen gemacht hätte, über die drei Referenten sowie den BAK Shalom und andere Gruppen ein Urteil zu fällen. Eine inhaltliche Begründung dafür wollte man allerdings nicht anbieten. Vielmehr macht es den Autoren Spaß, Behauptungen in den Raum zu stellen und damit zu versuchen, die RLS dazu zu zwingen, dass die Referenten wieder ausgeladen werden.
Pluralismus in der Meinungsvielfalt wird damit durch Studierende der Rosa-Luxemburg-Stiftung ebenso über Bord geworfen wie die Tatsache, dass Behauptungen nachgewiesen werden sollten.

Auch das “Neue Deutschland” hatte mit der freien Journalisten Susanne Witt-Stahl [Link] wieder ganze Arbeit geleistet und einen Artikel veröffentlicht, welcher in seiner Einseitigkeit kaum zu überbieten ist. [Link]
Neben der Tatsache, dass die Referenten in dem Artikel in einer unglaublichen Art und Weise diffamiert und als Rassisten beschimpft werden (auch in diesem Fall natürlich ohne irgendwelche Belege), sind auch über den BAK Shalom Tatsachenbehauptungen aufgestellt worden, welche nachweislich nicht stimmen. Der BAK Shalom hat sich deswegen entschieden, vom ND eine Gegendarstellung zu verlangen, nachdem eine andere Einigung mit dem ND-Chefredakteur Jürgen Reents leider nicht möglich war. [Link]
O-Ton Reents: “Im übrigens finde ich Eure Positionen ebenso untragbar.”. Schade, so hat das ND damit doch wieder einmal die Chance verpasst, als Informationsplattform über Themen, welche die LINKE beschäftigen, ausgeglichen zu berichten und sich damit auf eine Stufe mit der “jW” gestellt.
Für die RLS bleibt weiter spannend, welche Lösung sie für diesen Konflikt findet. Den Referenten “Aufpasser” in Form von Co-Referenten zur Seite zu stellen ist sicher keine.

Link: Stellungnahme des BAK Shalom zur aktuellen Auseinandersetzung innerhalb der RLS.

Eine ausführlichere Berichterstattung über die Auseinandersetzung findet sich u. a. hier:

3 Replies to “RLS-Ferienakademie unter Druck”

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