Iran: Ohne Maske

Man wusste auch bislang schon, wie wichtig der Hass auf Israel für den Zusammenhalt des iranischen Regimes ist und wie sehr dieses sich nach außen, etwa durch Terrorpatronage, davon leiten lässt. Letzte Zweifel an diesem Gesinnungskitt beseitigten jetzt die Abgeordneten im sogenannten Parlament in Teheran. Restlos. Denn als Verteidigungsminister des angeblich wiedergewählten Präsidenten Ahmadineschad wurde ein Mann bestätigt – und zwar mit mehr Stimmen als jedes andere Kabinettsmitglied -, der international gesucht wird, weil er der Beteiligung an dem Mordanschlag auf das jüdische Kulturzentrum in Buenos Aires vor 15 Jahren verdächtigt wird. Und was riefen die Abgeordneten bei der Verkündung der Bestätigung? “Israel den Tod.” Nein, über seinen Charakter lässt das iranische Regime die Welt nicht im Unklaren. Niemand braucht sich also darüber zu wundern oder zu empören, dass Israel in dem iranischen Atomprogramm eine existentielle Bedrohung sieht. Über Raketen verfügt Iran bereits, antiisraelische Vernichtungsideologie ist Parlamentsdekor. Wer sagt, dass es nicht mehr ist

? K.F.

Quelle: FAZ | 4. September 2009 | S. 12 Zeitgeschehen | Ohne Maske

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