Jüdisch-Sein schützt nicht vor Antisemitismus

In der gestrigen Ausgabe der “Zeitung” junge Welt wird ernsthaft verbreitet, ich hätte behauptet, dass Finkelstein kein Jude und Sohn von Holocaust-Überlebenden sei. Diese Behauptung ist natürlich totaler Unsinn und wurde durch den verwirrten Thomas Immanuel Steinberg aufgestellt [Link].

Hintergrund:
Der BAK Shalom, also nicht ich (wie in der gestrigen Ausgabe der junge Welt ebenso behauptet) hat in einem Text über Finkelstein geschrieben [Link]:

“Finkelstein ist international bei Antisemiten beliebt, weil ihm allein durch die Tatsache, dass er sich als Jude und Sohn von Holocaust-Überlebenden bezeichnet, Glaubwürdigkeit und die absolute Wahrheit bescheinigt wird.”

Das Wort “bezeichnet” kann, wenn man es will, falsch verstanden werden. Natürlich ist es keinesfalls das Anliegen des BAK Shalom, Finkelstein diese Tatsachen abzustreiten. Ganz im Gegenteil.

Der Absatz wurde daher aktualisiert und lässt nun keine falschen Interpretationen zu:

“Finkelstein ist international bei Antisemiten beliebt, weil ihm allein durch die Tatsache, dass er Jude und Sohn von Holocaust-Überlebenden ist, Glaubwürdigkeit und die absolute Wahrheit bescheinigt wird.”

[Anmerkung, 16.03.2010: Der nachfolgende Absatz wurde von mir nachträglich geändert.]

Aber auch im Artikel “Antizionistische Juden raus?” wurde dem Antizionismus der freie Lauf gelassen. Natürlich kam es auch in diesem zu keinerlei inhaltlicher Kritik gegenüber dem BAK Shalom. Es wurde ebenso mit Vorurteilen agiert, ohne diese auch inhaltlich zu belegen [Link].

An dieser Stelle möchte ich noch einmal Gregor Gysi zitieren:

[…] “Der Antizionismus kann, soviel folgt meiner Meinung nach aus dem bisher Gesagten schon, für die Linke insgesamt, für die Partei DIE LINKE im Besonderen, keine vertretbare Position sein, zumindest nicht mehr sein.” […] [Link]

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