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14. Juli 2010

Bericht vom LAK Shalom zur vergangenen Veranstaltung “Israel in den Medien”

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In Dresden fand am Samstag den 03.07.2010 um 19:30 Uhr in der Hatikva, der Bildungs- und Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur Sachsens, der Vortrag „Israel in den Medien – Die Berichterstattung der linken deutschen Tageszeitungen zum Gazakrieg 2009 und ihre Positionierung zu den Konfliktparteien“ statt.

Israel in den Medien – Die Berichterstattung der linken deutschen Tageszeitungen zum Gazakrieg 2009 und ihre Positionierung zu den Konfliktparteien

In Dresden fand am Samstag den 03.07.2010 um 19:30 Uhr in der Hatikva, der Bildungs- und Begegnungsstätte für jüdische Geschichte und Kultur Sachsens, der Vortrag „Israel in den Medien – Die Berichterstattung der linken deutschen Tageszeitungen zum Gazakrieg 2009 und ihre Positionierung zu den Konfliktparteien“ statt.

Trotz bestem Grill- und Biergartenwetter hatten sich ca.

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40 interessierte Menschen am Ort des Geschehens eingefunden um sich über die Berichterstattung drei bekannter linker Tageszeitungen zum Thema Gazakrieg 2009 zu informieren.

Teil der Studie waren die taz, die junge Welt und das Neues Deutschland und das linksliberale Medium Süddeutsche Zeitung. Etwa 370 Artikel wurden in den 4 Tageszeitungen während des Berichtszeitraumes vom 27.12.2008 – 18.01.2009 untersucht. Emotionalität der Bilder, Objektivität der Artikel, sowie journalistische Stellungnahme zu den Konfliktpartein waren Kriterien für das aufgestellte Codierungssystem, um eine Bewertung zu vollziehen.

Währenddessen die linken Tageszeitungen wie Neues Deutschland junge Welt einseitig berichtete, waren die Artikel in der taz und Süddeutsche Zeitung in allen Kriterien bis auf das der Zitatwahl, stets ausgewogen in Bild, Text und Meinungsbildung .

Besonders die junge Welt “zeichnete” sich innerhalb der Studie durch die fast einseitige Verwendung Emotionaler Bilder der palästinensischen Bevölkerung aus und vermittelt so, ob bewusst oder unbewusst, das Bild der übermächtigen Israelis und der schwachen, vom Elend geplagten, Palästinenser. Während die anderen drei Tageszeitungen, manche mehr manche weniger ausgewogen, persönliche Erfahrungsberichte von beiden Konfliktparteien einbrachten, verzichtete die junge Welt komplett auf Personenschicksale der Israelis und beschränkte sich darauf unzählige Personenschicksale von palästinensischer Seite zu veröffentlichen. Doch das vielleicht eindeutigste Indiz, dass die junge Welt eine subjektive, ideologisch gefärbte Berichterstattung in Bezug auf den Gazakrieg ablieferte, verdeutlichte die Frage nach dem Aggressor. In einem hegemonialem Anteil der Artikel wurde Israel allein Verantwortlich für den Gazakrieg gemacht und die Frage nach dem Warum schlichtweg vernachlässigt.

Das Besondere am Inhalt der Veranstaltung lag darin, dass jede_r Besucher_in sich selbst ein Urteil über die untersuchten Tageszeitungen fällen und jede_r individuell entscheiden konnte, auf welche Quelle man sich in Zukunft bezüglich des kontroversen Themas Nah-Ost-Konflikt stützen möchte.

Nadja Guld

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