Inge Höger (MdB, LINKE) bedient antisemitische Stereotypen

Die neueste Behauptung von Inge Höger, Israel stünde hinter dem Mord an Vittorio Arrigoni im Gaza-Streifen, verwundert eigentlich nicht wirklich. Was daran neu ist, ist die Tatsache, dass Frau Höger in diesem Fall zum ersten Mal öffentlich eine antisemitische Stereotype – die des mordlustigen Juden – offen bedient.

In Verbindung mit der Berichterstattung des BAK Shalom zur Veranstaltung mit Inge Höger und Annette Groth vor zwei Wochen in Berlin wird mittlerweile immer deutlicher, dass die radikalen Kräfte innerhalb der Bundestagsfraktion mehr und mehr einen Persilschein für ihre Aktivitäten erhalten. Sollte auch dieser Ausflug in das Reich des Antisemitismus durch Frau Höger durch die Fraktion unkommentiert bleiben, so zeigt das nur, in welchem Zustand sich neben der Parteiführung auch die Fraktionsführung befindet. Meinte der Fraktionschef Gregor Gysi im Mai 2007 noch, dass der “[Antizionismus] für die Linke insgesamt, für die Partei DIE LINKE im Besonderen, keine vertretbare Position sein [kann]”, so lässt er heute zu, dass Fraktionsmitglieder offen den Antisemitismus bedienen bzw. ein Forum dafür bieten. Bis heute gibt es jedenfalls keinerlei Stellungnahmen oder öffentlichen Reaktionen aus dem Büro des Vorsitzenden zur besagten jW-Veranstaltung vor 2 Wochen mit Höger und Groth.

Spannend bleiben die kommenden Wochen. Die zweite Gaza-Flotille wird sich demnächst auf den Weg nach Gaza-City machen und Frau Groth hat schon durchblicken lassen, dass die zweite Flotille eine “sehr, sehr gute Idee” sei. Gewalt als Mittel zur Durchsetzung von politischen Inhalten gehört neben einem offen propagierten Antisemitismus anscheinend mittlerweile zum guten Repertoire.


Presse:
– “Alkoholismus und Antisemitismus haben viel gemein“, Welt Online, 22.04.2011
-“Interview mit Henryk M. Broder: “Die Transformation des Interesses an den Juden”“, aufmacher.com, 22.04.2011

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