5. Bundestreffen des BAK Shalom – Auswertung

Das letzte Bundestreffen des BAK Shalom (11. bis 13. Juli in Essen) hatte, sagen wir mal, seine Höhen und Tiefen:

Bericht vom 5. Bundestreffen des BAK Shalom

Vom 11. – 13. Juli traf sich zum fünften mal der Bundesarbeitskreis (BAK) Shalom der Linksjugend [’solid] in Essen.

Trotz des ungünstigen Tagungsortes und der Tatsache, dass nur noch zentrale Wochenenden für alle BAKs durch den BundessprecherInnenrat (BSpR) gefördert werden, bei denen die einzelnen BAKs keinen Einfluss auf die Organisation haben, war das Wochenende für den BAK Shalom sehr produktiv. Wir konnten unsere zukünftigen Veranstaltungen und Aufgaben koordinieren und abstimmen. Am Samstagabend organisierten wir für alle eine Party, (nicht nur) mit israelischer Musik, um auch einen kulturellen Beitrag zum BAK-Wochenende des Jugendverbandes zu leisten.

Leider verblieb auch dieses BAK-Wochenende nicht ohne Denunziation unseres Arbeitskreises seitens mancher Akteur_innen des Bundesjugendverbandes. Inhaltliche Auseinandersetzungen wurden nicht gesucht. Stattdessen beweist die Nacht von Samstag auf Sonntag, dass von unseren Gegner_innen andere Wege des Umgangs gewählt wurden: In unserem Tagungsraum verschwanden nicht nur die von uns ausgelegte BAK-Shalom-Folder (cirka 600 Stück) und Infomaterialien von befreundeten Organisationen. Selbst private Unterlagen wurden durchsucht, entfernt oder zerrissen. Das ist nicht der erste Vorfall dieser Art und aus diesem Grund auch kein Zufall, dass es den BAK Shalom traf. Es wurde im darauf folgendem Plenum der Ü bergriff auf uns thematisiert.

Aber ein Höchstmaß an Zumutung kristallisierte sich im Redebeitrag von Max Steiniger (Bundessprecher von Linksjugend [’solid] und Marx21-Mitglied) heraus in dem er meinte, dass eine kleine Israelfahne (die im Partyraum als Dekoration angebracht war) im Jugendverband nichts zu suchen hätte, da diese „die Unterdrückung und den Mord an hunderttausenden Menschen“ symbolisiere. Er kündigte unumwunden an, zum kommenden BAK Wochenende ein Transparent mit der Aufschrift „Intifada bis zum Sieg“ mitzubringen

Ausführlichen Bericht von Dominik Düber (Mitglied des BAK Shalom):

Erinnerungen an eine neue Erfahrung – Das 3. BAK-Wochenende der Linksjugend [’solid]

Wenig Abhilfe schaffte dann auch ein einberufenes Plenum, in der nach der Schilderung des Sachverhaltes dieser nicht geklärt werden konnte oder sollte. Ein Genosse, nennen wir ihn Max 21, begründete, nach einem Lippenbekenntnis, dass Klauen nicht so nett ist, in ausführlicher Rede, künftig ergänzend zu unserer Israel-Fahne ein Banner „Intifada bis zum Sieg“ aufhängen zu wollen. Der in wohlbegründeter Wortwahl vorgetragene Einwand eines Hamburger Genossen, auf historische Kontinuitäten im Wunsch der Judenvernichtung hinzuweisen, kam bei seinem Adressaten jedoch nicht an.

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