US-Konjunkturplan

In den Vereinigten Staaten wird ein Rettungsplan verabschiedet, welcher die Einrichtung einer “Bad Bank” in Form einer “Public-Private-Partnership” vorsieht. Konkret heißt das: unter Minderheitsbeteiligung des Staates (100 Milliarden) und maßgeblicher Beteiligung von “risikofreudige Investoren” (400 Milliarden) sollen die Banken von ihren faulen Wertpapieren befreit werden [Link], das Ganze also unter Beteiligung der maßgeblichen Verursacher der Krise.

Klingt logisch – ist es in Deutschland aber nicht! In Deutschland tritt eher der Bundeswirtschaftsminister zurück mit der Aussage, er wolle nicht der erste Minister sein, der in Deutschland Banken verstaatlicht.

Und während in den USA der Kongress in seltener Einigkeit die US-Banken weiter unter Druck setzt [Link], wird selbst über die längst überfällige HRE-Verstaatlichung noch gestritten [Link], obwohl diese schon über 100 Milliarden an direkter Staatshilfe erhalten hat [Link].

Nun kann man sich als “ordentlicher Deutscher” fragen, was die US-Regierung eigentlich macht. Aus dem Blickwinkel des überzeugten Antiamerikanisten passen die Maßnahmen nicht mit dem bestehenden Bild des neo-liberalen Amerikaners zusammen. Aber was in den USA gerade passiert zeigt einmal mehr, dass dort aus den Fehlern gelernt und mit realistischen Konzepten geantwortet wird.

Die deutsche Regierung sollte sich ein Vorbild daran nehmen!

2 Replies to “US-Konjunkturplan”

  1. Echt bildhaft, wie Du deine eigenen Stereotype (“überzeugter Antimaerikanist” ist eh Schwachsinn, wenn schon “Antiamerikaner”) auf eine anonyme Gruppe projizierst…”Das bestehende Bild des neo-liberalen Amerikaners”- ich lach mich tot!

  2. @freud
    du hast völlig recht. Der Herr Krüger verschweigt auch, dass bisher nicht ein Cent aus den Taschen der Verursacher geflossen ist. Ganz im Gegenteil- auch in den USA wird die Krise auf dem Rücken der einfachen Bevölkerung ausgetragen. Hunderttausende Zwangsversteigerungen, Millionen Jobs sind weg, Kahlschlag in der Autoindustrie und die Zinsen für die enorme Verschuldung zahlen auch die einfachen Leute. Dass es auch in den USAein oben und unten, eine Klassengesellschaft eben, gibt das haben Herr Krüger und Friends nicht verstanden.

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