Elsässer, Dierkes und Paech

Tja, am Wochenende ist mal wieder viel passiert. Der BAK Shalom hat sich im Rahmen des Zukunftskongresses der Linksjugend [‘solid] in Erfurt getroffen [Link]. Auf dem Treffen wurde u. a. ein Beschluss zum Verhalten des Genossen Hermann Dierkes getroffen [Link]. Dass sich mittlerweile Herr Paech mit Dierkes solidarisiert, verwundert mich nicht wirklich [Link].

Desweiteren hat Elsässer mal wieder zugeschlagen und ein Pamphlet darüber geschrieben, warum er seine Teilnahme an der “Linke Medienakademie” [Link] abgesagt hat [Link]. Mir kommen gleich die Tränen.

Hier die Highlights:

[…] Im Hintergrund des Mobbings gegen mich steht natürlich der Druck, der von den politisch Korrekten wegen der von mir mitgegründeten Volksinitiative ausgeübt worden ist und der schon zu meiner Kündigung durch das ND geführt hat.
Innerhalb der Linkspartei war das vor allem der Arbeitskreis Shalom,
ein Zusammenschluss hartgesottener Freunde der israelischen
Kriegspolitik, und die Zeitschrift „Prager Frühling”, also der karrierebewußte Teil der drogenkonsumierenden Parteijugend. Sie versuchen mich als rechts
zu denunzieren, indem sie den positiven Bezug auf Volksfront oder die
Verteidigung des Nationalstaates gegen das internationale
Finanzkapital als faschistisch darstellen, obwohl beides zu den besten
Traditionen der kommunistischen Bewegung gehört. […]

[…] Eine Querfront von CDU bis hin zur Linkspartei-Spitze, namentlich Petra Pau, spielte so lange verrückt, bis der verdiente Antifaschist Dierkes zurückziehen mußte. […]

[…] Marxseidank gibt es eine Gegenströmung. Im Internet gibt es Hunderte, Tausende Blogs, die sich der politischen Korrektheit nicht unterordnen und offen dagegen opponieren. Nur ein Bruchteil davon ist rechtsradikal. […]

Großartig! Was ich mich frage ist, ob Elsässer es bedauert, dass angeblich nur ein Bruchteil der “Gegenströmung” rechtsradikal ist. Wenn ja, warum eigentlich

? Gehören diese Kräfte doch zu denen, welche seine Volksfront-Initiative ebenso befürworten [Link].

In diesem Zusammenhang:
Der Streitfall Elsässer (Teil 2)
Die LiMA antwortet
Von Thomas Lohmeier

3 Replies to “Elsässer, Dierkes und Paech”

  1. Genosse Krüger ist auch in diesem Fall so glaubwürdig wie jene, die “kapitalistische” Atomkraftwerke bekämpften, aber “sozialistische” Atomkraftwerke nicht kritisierten. Wenn man die Leute in gut und böse einteilt, sollte man als Anhänger der Glashäuser nicht mit Steinen werfen.

  2. Form&Inhalt

    Wenn die LiMA Elsässer zu einem Fachkongress für linke Medienmacher einlädt und an dieser Einladung festhält (siehe Schreiben an Prager Frühling), dann ist es eine ziemliche Zumutung coram publico einen Maulkorb/Zensorvedikt gegen ihn auszusprechen und es nicht für nötig zu halten, dies Elsässer mitzuteilen.
    Die Form der kalkulierten Zuspitzung kennt man nur aus Mainstream-Medien.

    Das eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Elsässer möglich und notwendig ist, zeigen eben die Foren un Bremen oder die Medienberichte. Es zeigt sich mehr und mehr, dass die Partei “Die Linke” Defizite hat, innerhalb der Partei aber auch ausserhalb der Partei inhaltliche Diskussionen zu führen und mitzubestimmen. Auch wenn Elsässer für mich die falschen Positionen einnimmt, die Positionen und der HAbitus vom Prager Frühling oder anderen wird deshalb nicht besser.

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