Sozial- und Jugendarbeit in Israel

Für einen dt.-israelischen Erfahrungsaustausch für Jugend- und Sozialarbeiter_innen halte ich mich gerade in Israel auf [Link].

Gestern früh um 06:00 Uhr angekommen haben wir erstmal Erholung im Kibbuz Nahsolim [Link] gefunden, sieht die Tagesordnung für die kommenden Tage doch sehr voll aus.

Kibbuz Nasholim

So besuchen wir u. a. das Notfallzentrum “Ahava”, lassen uns die Arbeit der Stiftung “Etgarim” erklären, welche Jugendliche in Gefahr durch Extremsport betreut, erhalten eine Einführung in das israelische System der Jugendsozialarbeit, führen Gespräche über die Sozialarbeit in der arabischen Gesellschaft Israels und vieles mehr.

Nach dem ersten Meeting am Nachmittag trafen wir uns am Abend mit der israelischen Delegation, welche bereits im letzten Oktober in Deutschland zu Besuch war. Wir diskutierten bis in den Abend hinein über persönliches und natürlich auch die aktuelle politische Lage. Was ich dabei besonders interessant fand, war die vor allem durch die arabischen Israelis artikulierte klare Ablehnung der Hamas, Hisbollah und anderer rückschrittlichen, anti-emanzipatorischen Bewegungen im Nahen Osten.  Gerade deren Anmaßung, für die arabische und palästinensische Bevölkerung zu reden, ärgert die arabischen Israelis doch sehr. Zwar gibt es viel berechtigte Kritik am staatlichen Handeln was die Gleichberechtigung Aller angeht, steht diese doch aber in keinem Verhältnis zu den Zielen und Forderungen der antisemitisch-islamistischen Terrororganisationen, wie Hamas und Hisbollah, Israel zu vernichten.

In Deutschland und vor allen in der deutschen Linke sind wir von dieser Einsicht leider teilweise noch meilenweit entfernt.

So hat Boykott-Dierkes mal wieder zu viel Zeit gehabt und “Muslim-Markt” ein “tolles” Interview gegeben [Link].

Aber auch das bekannte Israel-Hetz-Blatt “junge Welt” hat sich gestern was ganz tolles ausgedacht und mal wieder einen fremden Text abgedruckt. Diesmal hat sich Elsässer-Freund David Noack dazu hinreisen lassen, mal seine Meinung zum BAK Shalom zu schreiben [Link]. Wie der gute David darauf kommt, dass wir “kritiklos Phrasen und Statements von berühmten Personen – speziell Regierungen – kopieren” bspw. durch den Artikel “Let the Left go forward” [Link] weiß ich zwar auch nicht zu erklären, aber wer Argumente zu Hilfe zieht, in welchen Jürgen Elässer als einer der “klugen Köpfen im Linksmilieu” bezeichnet [Link] wird, nimmt Tatsachen wohl nicht ganz so ernst.

Einzig in einem Punkt des durch falsche Behauptungen konstruierten Artikels kann ich dem Genossen recht geben: der “jungen Welt” geben wir in der Tat kein Interview [Link].

4 Replies to “Sozial- und Jugendarbeit in Israel”

  1. Es ist bezeichnen, dass – genau wie ich schrieb – auf Argument überhaupt eingegangen wird, sondern nur die Keule geschwungen wird. Ich fühle mich durch diesen Blog-Eintrag bestätigt…

  2. Sicher hast Du die vielen “israelischen Araber” auch mitten im Kibbuz getroffen, nich? Mann, wie schick man sich alles zurecht legen kann. Über Liebermann frueen sich deine Busenaraber sicher auch ganz ganz dolle.

  3. @david:
    was soll ich denn auf deinen, auf lügen aufgebauten, artikel sagen?

    alleine zu behaupten, wir würden keine lösungsansätze vorschlagen, wobei wir uns in der letzten PM klar hinter die position von gregor gysi stellten sowie 2. inhaltliche stellungnahmen zum gazakonflikt veröffentlich haben, zeigt doch nur, dass du zuviel mit deinem kumpel elsässer in den räumen der junge welt trinkst.

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