Bussi-Verbot im Landtag des Saarlandes


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Der Parlamentarismus zeigte sich einst in Gestalt respektabler Mannsbilder mit gestärkten Hemdkragen und lüpfbereiten, aber kämpferisch getragenen Zylindern.

Heute ist alle Distanz im Hohen Haus den Bach herunter. Erst die Schweinegrippe hat es vermocht, wieder für Abstand zu sorgen. Dass die Krankheit meist glimpflich abläuft, hat den saarländischen Landtag nicht abgehalten, das Richtige zu tun. Schon vor Wochen, also rechtzeitig vor der jüngsten bundesweiten Welle von 19 Neuerkrankungen, verordnete der Landtagsdirektor den Abgeordneten und Mitarbeitern in einer Rundverfügung eine wichtige Prophylaxe. Ein Bussi-Verbot. Es wurde höchste Zeit, gegen diese Unsitte bei jeder Begrüßung vorzugehen. Nicht nur wegen der Schweinegrippe. Längst verwischen sich politische Unterschiede auf zerküssten Parlamentarierwangen. Man musste handeln, spätestens seit die Frage unaufhaltsam näherrückte: Wer begrüßt Oskar Lafontaine im nächsten Landtag? uka

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